Ivo Haun

Foto: Ivo Haun, Tenor
© Martin Chiang

Im französischen Clamart geboren, wuchs der Tenor Ivo Haun in Brasilien auf. Dort studierte er ab 2003 klassische Gitarre, und vier Jahre später setzte er mit einem Gesangsstudium fort. Nach zwei Jahren als Mitglied des Chores des São Paulo Symphonieorchesters (OSESP) zog er 2010 nach Basel um.

Im Sommer 2015 schloss er sein Masterstudium an der Schola Cantorum Basiliensis bei Gerd Türk ab. Weitere Inspirationen gewann er durch Unterricht bei Richard Levitt, Anne Smith und Sven Schwannberger. Vor zwei Jahren fing er an, die Renaissancelaute in seine Arbeit als Sänger einzubringen.

Sein Hauptziel als Künstler ist dem Publikum zu zeigen, dass eine historisch informierte Aufführung Alter Musik berührend, inspirierend und unvorhersehbar sein kann. Er ist besonders fasziniert von der virtuosen Singkunst der Renaissance und des Frühbarock, Improvisationspraktiken (inklusive improvisiertem Kontrapunkt), historischer Schauspieltechnik, der Verbindung von Rhetorik und Musikpraxis, der historischen Aussprache der zentraleuropäischen Sprachen und des Lateinischen sowie der Aufführung von Musik vom 14. bis zum 17. Jahrhundert aus Originalnotation. Wenn er eine Pause von der höchst intellektuellen Auseinandersetzung mit historischen Quellen braucht, geht er in den Wald oder findet Ruhe auf dem Gipfel eines Berges.

Ivo arbeitet als freischaffender Sänger regelmäßig u.a. mit La Cetra Barockorchester & Vokalensemble Basel (Andrea Marcon), Musica Fiorita (Daniela Dolci), thélème (Jean-Christophe Groffe), Ensemble La Morra (Corina Marti und Michal Gondko), Amsterdam Baroque Orchestra & Choir (Ton Koopman) und den Basler Madrigalisten (Raphael Immoos).

Termine