Robin Johannsen

Foto: Robin Johannsen, Sopran
© Tatjana Dachsel

Die amerikanische Sopranistin Robin Johannsen kam als Stipendiatin der Deutschen Oper Berlin nach Europa und wurde bald festes Ensemblemitglied des Hauses (Susanna in Le nozze di Figaro, Norina in Don Pasquale, Oscar in Un ballo in maschera, Sœur Constance in Dialogues des Carmélites u.a.) Nach drei Jahren wechselte sie an die Oper Leipzig (Pamina, Susanna, Gretel, Marzelline, Blonde u.a.) und ist seit 2008 freischaffend tätig mit einer besonderen Affinität zu Barock und klassischer Musik.

In der Spielzeit 2018/2019 debütiert Robin Johannsen beim Beethovenfest Bonn unter Christoph Spering und singt danach Händels Il trionfo del tempo e del disinganno (Piacere) mit dem Freiburger Barockorchester unter René Jacobs beim Musikfest Bremen. Neben einer Tournee mit Bachs H-Moll-Messe unter Andrea Marcon ist sie unter dem neuen Chefdirigenten des NDR Chores, Klaas Stok, in der Elbphilharmonie zu hören. Des Weiteren wirkt sie bei zwei szenischen Produktionen am Theater an der Wien mit: Händels Teseo (René Jacobs, Musikalische Leitung; Moshe Leiser und Patrice Caurier, Inszenierung) sowie Purcells King Arthur (Stefan Gottfried, Musikalische Leitung; Sven-Eric Bechtolf, Inszenierung). Im Konzertbereich singt sie u.a. bei der Internationalen Bachakademie Stuttgart, mit der Akademie für Alte Musik Berlin sowie dem La Cetra Barockorchester Basel und debütiert u.a. bei den Warschauer Philharmonikern, dem La Folia Barockorchester, dem Concerto con Anima sowie den Münchner Philharmonikern.

In der Spielzeit 2017/2018 war Robin Johannsen in einer Neuproduktion von Beethovens Leonore als Marzelline mit dem Freiburger Barockorchester unter René Jacobs am Theater an der Wien, dem Festspielhaus Baden-Baden und dem Megaron Athen zu erleben. Weitere Vorstellungen folgten im Concertgebouw Amsterdam, der Philharmonie de Paris, der Kölner Philharmonie sowie im Bozar Brüssel. Sie sang Bachs H-Moll-Messe mit dem Windsbacher Knabenchor und dem Freiburger Barockorchester auf einer Tournee in Deutschland und Norwegen und debütierte an der Elbphilharmonie mit Benjamin Brittens Les Illuminations zusammen mit Tabea Zimmermann und dem Ensemble Resonanz. Weitere Highlights der Saison waren die Telemann-Oper Miriways beim Telemann-Festival des NDR Hamburg unter Bernard Labadie und eine Neuproduktion von Mozarts Die Entführung aus dem Serail (Konstanze) am Mozarteum Salzburg mit der Akademie für Alte Musik Berlin unter René Jacobs und Andrea Moses (Regie) sowie die Wiederaufnahme von King Arthur an der Staatsoper Berlin. Mit dem Kammerorchester Basel debütierte sie in Haydns Armida. Des Weiteren war sie im In- und Ausland u.a. mit dem La Cetra Barockorchester Basel, dem Ensemble Pygmalion, der Academy of Ancient Music und bei der Internationalen Bachakademie Stuttgart zu erleben.

Zu Beginn der Spielzeit 2016/2017 war Robin Johannsen auf Tournee mit Arien von Rameau mit Teodor Currentzis und musicAeterna. Anschließend nahm sie drei neue CDs auf: Telemann-Kantaten mit Concerto Melante, Vincis Didone abbandonata (Titelpartie) mit der Lautten Compagney sowie Händels Il Parnasso in festa mit La Cetra Basel unter Andrea Marcon. Ihre Spielzeit ging weiter mit Purcells King Arthur an der Berliner Staatsoper und einem Rollendebüt als Fiordiligi in Così fan tutte unter René Jacobs mit dem Freiburger Barockorchester auf Tournee in Deutschland, Spanien und Asien. Weiterhin gab sie ihr Frankreich-Debüt in der Philharmonie de Paris mit Telemanns Brockes-Passion (Ensemble Pygmalion, Raphaël Pichon). Sie gab Konzerte mit den führenden Barockorchestern, u.a. der Akademie für Alte Musik Berlin, Concerto Köln und dem Freiburger Barockorchester. Sie war Gewinnerin des Edison Classical Music Award für ihre Mitwirkung an der CD Die Entführung aus dem Serail (René Jacobs, harmonia mundi).

Die Höhepunkte der letzten Saisons waren ihr viel beachtetes Debüt an der Staatsoper Berlin in der Titelrolle von Telemanns Emma und Eginhard unter der musikalischen Leitung von René Jacobs sowie die Rollen der Giuturna und Venere in der Neuproduktion von Agostino Steffanis Amor vien dal destino am gleichen Haus, ihr Debüt beim Musikfest Bremen als Konstanze mit Le Cercle de L’Harmonie unter Jérémie Rhorer, die Titelpartie in der Neuproduktion Almira an der Hamburgischen Staatsoper unter Alessandro De Marchi, Debüts am Théâtre Royal de la Monnaie Brüssel in der Neuproduktion von Gassmanns L’Opera seria sowie am Teatro Regio di Torino in Haydns Die Schöpfung unter Antonello Manacorda. Weitere Engagements umfassten eine internationale Tournee sowie eine CD-Produktion (harmonia mundi) der Entführung aus dem Serail unter René Jacobs.

2015 debütierte die Sopranistin in der Partie der Adina in L’elisir d’amore und war im Rahmen der Innsbrucker Festwochen der Alten Musik in Jommellis Don Trastullo unter Alessandro De Marchi zu erleben. Weiterhin sang sie die Pamina auf Tournee mit der Lautten Compagney und Amital in Mozarts La Betulia liberata mit der Kammerakademie Potsdam unter Antonello Manacorda. Im Mai 2014 nahm sie ihre erste Solo-CD In dolce amore auf, eine Erstveröffentlichung mit Arien und Kantaten von Antonio Caldara unter Alessandro De Marchi (Sony Classical/dhm).

Robin Johannsen war oft zu Gast bei den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik, der Internationalen Bachakademie Stuttgart, der Academia Montis Regalis sowie Belgiens Barockorchester B’Rock. Sie kollaborierte mit Dirigenten wie René Jacobs, Alessandro De Marchi, Andrea Marcon, Antonello Manacorda, Attilio Cremonesi, Christopher Moulds, Helmuth Rilling, Ottavio Dantone, Howard Griffiths, Celso Antunes, Łukasz Borowicz, Christian Thielemann, Rafael Frühbeck de Burgos, Marin Alsop und Robert Page. Ihre Engagements umfassten Aufführungen u.a. an der Deutschen Oper Berlin, der Staatsoper Unter den Linden Berlin, der Komischen Oper Berlin, der Oper Leipzig, der Staatsoper Stuttgart, der Oper Frankfurt, der Vlaamse Opera, dem Théâtre Royal de la Monnaie, bei den Bayreuther Festspielen, mit dem Orquestra Sinfônica do Estado de São Paulo, dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, dem RIAS Kammerchor, der Dresdner Philharmonie, dem Freiburger Barockorchester, der Akademie für Alte Musik Berlin, dem Orchester der Academia Montis Regalis, B’Rock, Café Zimmermann, Concerto Köln, der NDR Radiophilharmonie Hannover, dem Helsinki Philharmonic Orchestra, dem Danish National Chamber Orchestra, dem Singapore Symphony Orchestra, dem Pittsburgh Symphony Orchestra, dem Baltimore Symphony Orchestra und dem Dallas Symphony Orchestra. Zu erleben war Robin Johannsen u.a. in der Alice Tully Hall im Lincoln Center, in der Carnegie Hall, beim Rheingau Musik Festival, im Gasteig München, in der Philharmonie Essen, der Berliner Philharmonie, im Konzerthaus Berlin, dem Concertgebouw Amsterdam, der Glocke in Bremen, beim Lucerne Festival, im Vatikan, dem Conservatorio di Torino, dem Auditorium Gianni Agnelli Torino, dem Grattacielo Intesa Sanpaolo Torino, im Conservatorio di Milano, in der Tonhalle Zürich und beim Oregon Bach Festival.

CD-Aufnahmen u.a.: Die Entführung aus dem Serail unter René Jacobs (harmonia mundi), Solo-CD „In dolce amore“ – Arien und Kantaten von Antonio Caldara mit Alessandro De Marchi und der Academia Montis Regalis (Sony Classical – dhm), Il Parnasso in festa mit Andrea Marcon und La Cetra (Pentatone), Telemann: „Ein feste Burg ist unser Gott“ mit Cocerto Melante (Sony Classical – dhm), Waldvogel in Siegfried in Bayreuth unter Christian Thielemann (Opus Arte); Scarlattis Oratorium Davidis pugna et victoria mit Alessandro De Marchi (Hyperion), Telemann-Kantaten mit Jeremy Joseph, Orgel, Gonzalo X. Ruiz, Oboe (New Classical Adventure); Cavallis Il Giasone mit Federico Maria Sardelli (CD und DVD – Dynamic); Händel – Caldara: Carmelite Vespers 1709 mit Alessandro De Marchi (deutsche harmonia mundi), Waldvogel in Siegfried in Frankfurt unter Sebastian Weigle (OehmsClassics).

www.robinjohannsen.com

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